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| Saison 2007/2008 |
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Skitalent aus Stuttgart fährt auf Spitzenplätze
Nico Lindner von der SAS Stuttgart unter den Besten seines Jahrgangs im DSV
Schon in den letzten Jahren gab es Skirennläufer aus der SAS, die sich gegen die Konkurrenz aus dem Schwarzwald, dem Bayrischen Alpengebiet oder dem Allgäu durchsetzen konnten.
Im Schülerbereich machte diesen Winter Dank intensiver Förderung durch den Stützpunkt Stuttgart des Schwäbischen Skiverbandes ein weiteres junges Talent aus der SAS auf sich aufmerksam:
Nico Lindner belegte nach einer intensiven und erfolgreichen Saison den 13. Rang in der Jahrgangsbestenliste des Deutschen Skiverbandes und Platz 2 in Baden-Württemberg.
Mit diesen Leistungen und der erfolgreichen Teilnahme am Sichtungslehrgang über das 1.-Mai-Wochenende hat Nico bereits in seinem ersten Schülerjahr die Nominierung in den Baden-Württembergischen Landeskader geschafft.
Seine Schwester Jana Lindner hat nach erfolgreichen Schülerjahren nun in den Jugendkader gewechselt. Am Ende der vergangenen Skisaison hat sie die Sichtung in den SSV-Jugendkader erfolgreich bestanden.
Elbigenalp (Lechtal), Fellhorn (Allgäu), Mellau (2x), Damüls, Warth, Alberschwende (Bregenzer Wald), Sudelfeld (am Wendelstein), Gerlosplatte und Zams (bei Landeck) waren die Veranstaltungsorte, an denen diese Schüler nahezu jedes Wochenende von Januar bis April ihre Rennen gefahren sind. Das bedeutet jedes Wochenende mehrere hundert Kilometer An- und Rückreise und 4 – 6 Starts in jeweils 2 Disziplinen (Slalom und Riesenslalom) auf stahlhartem Kunstschnee.
Gemäß dem Spruch „nach dem Rennen ist vor dem Rennen“ startet die Trainingsphase bereits im Mai. Regelmäßiges Training bis zum Start der Rennsaison bedeuten oft Schulbefreiungen für Freitag und Montag, damit die Teilnahme an den 4-tägigen Trainingskursen im Herbst möglich ist.
Bei diesem Pensum konnten Jana und Nico in der Rennsaison 2007/08 je 24 Renntage und über 60 Trainingstage auf ihrem Konto verbuchen.
Für diesen intensiven Einsatz bedarf es bei hohem Engagement einer guten und konzentrierten Zeitplanung, damit Schule und Leistungssport vereinbar sind.
Die Vorbereitungen für die nächste Rennsaison sind bereits in vollem Gang und werden hoffentlich von weiterem Erfolg gekrönt.
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Hervorragende Ergebnisse erzielten auch die übrigen Schüler, von denen nunmehr einige in die Jugendklasse abgewandert sind. So sind Jennifer Graeff und Daniel Graeff nicht weit hinter den beiden Lindners zurückgeblieben und konnten diese sogar ein Mal bei einem Schülerrennen knapp hinter sich lassen. Dennis Buder hat bei der Jugend das erste Mal ein Bezirksrennen gewonnen. Insgesamt wurden 10 Podestplätze und 1 Klassensieg erreicht.
Dies SAS veranstaltete auch wieder die Bezirksmeisterschaften des Skibezirkes Stuttgart am 23. und 24. Februar 2008 und konnte – mit verkleinertem Helferteam – auch die deutlich gestiegenen Anforderungen des Bezirks an die Organisation in Steibis/OA meistern. Man hatte sogar ausnahmsweise Glück mit dem Wetter, so dass rund 140 Starter sportlich faire Wettkämpfe bei sehr guten Schneeverhältnissen unter der "leistungssportlichen Schirmherrschaft" von Gianna Herrmann und Erik Linden abliefern konnten. Einzige „Verletzung“ war an diesem Wochenende ein Schwächeanfall des Kampfrichters, der im Krankenhaus endete. Dank der notärztlichen Betreuung durch unseren ersten Vorsitzenden und der sofortigen Maßnahmen der Bergwacht blieb es dann auch beim Schwächeanfall.
Inflation der Wertungen und Pokale
Trotz der reibungslosen Abläufe bleibt anzumerken, dass die Ansprüche an Veranstalter zu hoch sind. Mit einer Leistungsbewertung hat es nichts mehr zu tun, wenn dasselbe Rennen mehrfach ausgewertet wird, als Jugend- und Aktivenrennen genauso, wie als Schülerrennen, Schülermeisterschaft und sogar als Mannschaftsmeisterschaft.
Die Zuordnung ein- und desselben Renndurchganges zu verschiedenen Wertungsrennen und -gruppen muss dringend hinterfragt werden, damit es nicht zu einem Werteverfall im Bezirksrennsport kommt. Weiter ist es fragwürdig, wenn jede Klasse und jede Wertung auf den ersten drei Plätzen mit Pokalen belohnt wird. Der kritikwürdige Zustand wird dann deutlich, wenn genauso viele oder mehr Klassenpokale als Starter vorhanden sind, oder wenn mit einem einzigen Start drei oder vier Pokale gewonnen werden können. Dies ist eindeutig inflationär und sollte kritisch beleuchtet werden.
Ein Highlight war das Jubiläumsrennen „40 Jahre Nobbe“ in Zams als Saisonabschluss der alpinen Rennläufer des Bezirks Stuttgart.
140 Rennläufer, Betreuer und Eltern feierten gemeinsam mit Norbert Riemann "40 Jahre Zams". Als Dreißigjähriger organisierte "Nobbe" Riemann erstmals Trainings- und Skiausfahrten in das VENET-Gebiet . Für viele Generationen alpiner Skikinder im Bezirk Stuttgart ist Zams die Adresse für den nachweihnachtlichen Trainingskurs.
1968 entdeckte Norbert Riemann - damals Trainer und Sportwart alpin der TSG Backnang - ein neues Trainingsgebiet für seine Rennläufergruppe. Eine neue große Seilbahn führte vom nahe Landeck/Österreich gelegenen Zams von 780 Meter auf den 2.212 Meter hohen VENET-Gipfel. Ein langer, steiler und ein kurzer Schlepplift erschlossen das kleine, von Touristen noch wenig besuchte Skigebiet - optimale Bedingungen für alpines Renntraining für Generationen von Bezirksmannschaftsrennläufern. Wie überall wurden auch hier die Beförderungsanlagen erweitert und modernisiert. Der steile Schlepplift wurde durch einen komfortablen Sessellift ersetzt. Mit
Schneekanonen wird sichergestellt, dass in Zams von Dezember bis Ende April perfekte Schneebedingungen herrschen. Die Kunstschneepiste am berühmten Hüttenlift ist für die Saisonvorbereitung der derzeitigen Rennläuferkinder aus dem Bezirk Stuttgart unverzichtbar geworden und bedeutet immer den letzten Schliff vor den wichtigen Skirennen der Saison. Auch die SAS-Kids haben hier seit Jahren direkt in der Skihütte am Hüttenlift ihr Quartier, parallel zum Bezirkstraining . Die Gemse in Zams war der abendliche Treffpunkt für die rund 140 angereisten Schwaben um mit "40 Jahre Zams" und auch den runden Geburtstag von Nobbe Riemann zu feiern. Beim Sektempfang am Samstagabend würdigten der Touristikchef Albert Mayr und der Bürgermeister Helmut Gstir gebührend und herzlich den langjährigen Gästebringer. Auch der regionale Fernsehsender "RegioTV Landeck" war mit Kamera und Redakteur vor Ort.
Aber nicht nur zum Feiern waren die Stuttgarter Bezirksläufer angereist. Auch aus
sportlicher Sicht konnte Zams erneut überzeugen: Die rennsportaktiven Vereine aus Burgstetten, Ludwigsburg, Markgröningen, Schwieberdingen, Aichtal, Hohenacker, Dagersheim, Kornwestheim, Musberg, Böblingen und Stuttgart (SAS und SAV) schickten nicht nur rund 80 Rennläufer an den Start, sondern beteiligten sich auch alle an der organisatorischen Abwicklung der Rennen.
Nach einem ersten ergebnislosen Riesenslalom des Samstags gewann der 12-jährige Nico Lindner von der SAS den zweiten Riesenslalom des Samstags knapp vor älteren Tobias Jutz und Daniel Cuenca Garcia gesamt . Am Start bei den Jungs und Mädchen war die nahezu komplette Stützpunkt- und Bezirksmannschaft des Bezirk Stuttgart mit fast allen Verbandsmannschafts-Mitgliedern aus dem Bezirk. Bei den Mädchen belegte Jana Lindner (SAS Stuttgart) im ersten Rennen den dritten Platz gesamt. . Am Sonntag wurden in zwei Slalomdurchgängen die Jubiläumssieger ermittelt. Bei den Schülern gewann Alexander Dick von der SZ Ludwigsburg vor Nico Lindner (SAS) und Lukas Dick (SZ Ludw.). Bei den Mädchen erreichte Jana Lindner (SAS) bei ihrem letzten Rennen als Schülerin den Gesamtsieg vor Lisa Stauch und Jennifer Graeff (ebenfalls SAS Stuttgart). Aus allen Einzelergebnissen wurde noch durch Addition der Rennpunkte ein Gesamtsieger ermittelt. Hier konnten sich die 13-jährige Katharina Haasis bei den Mädchen und der 12-jährige Nico Lindner (SAS) bei den Jungs den großen Pokal sichern.
Lehrwesen, Instruktoren und Ausbildung:
Die SAS befasst sich neben der laufenden Unterstützung der „Aushängeschilder“ und dem 18-köpfigen Rennkids- und Jugend-Team jetzt intensiv mit der Frage, wie die kontinuierliche und nachhaltige Basisarbeit künftig aussieht.Zunächst liegt es nahe, junge Skilehrer und Trainer zu zertifizieren. Wir haben deshalb unsere früheren Spitzenrennläufer davon überzeugt, die Skilehrtätigkeit und Trainertätigkeit für die SAS jetzt verantwortlich in die eigenen Hände zu nehmen. Es war unser erstes Anliegen, die erfolgreichen Rennläufer der vergangenen Jahre als Skilehrer zu motivieren, um als „Kompetenzzentrum Ski alpin“ der Sektion auch künftig zur Verfügung stehen zu können.
In der Ausbildung befinden sich zur Zeit:
Gianna Herrmann und Erik Linden. Corinna Kraus, Jan und Niklas Walter haben die Grundstufenprüfung bereits erfolgreich bestanden. Auch Lena Herrmann und Dennis Buder werden nach Erreichen der Altersgrenze eine SSV- oder DAV- Instruktorenausbildung aufnehmen.
Von der "Krabbelgruppe " zur "Kribbelgruppe" :
Wünschenswert wäre, dass die Sektion ein gut erreichbares Haus auf schneesicherer Höhe findet, das für eine „Skikrabbelgruppe“ auch den Skilehrern der SAS und interessierten Eltern eine verlässliche Basis bietet, alpine Skikurse und Trainings durchzuführen . Aus einer solchen Krabbelgruppe entwickelt sich erfahrungsgemäß im Lauf von 10 Jahren eine alpine „Kribbelgruppe“, Rennläufer und Skisportler, denen es spätestens ab September wieder in den Beinen kribbelt. Eine Gruppe jedenfalls, offen für alle alpinen Schwaben, mit einer Option aufs Siegertreppchen bei den „Schwäbischen Alpinen“. Man muss ja nicht gleich wieder die Weltrangliste anpeilen.
Hans-Peter Herrmann
mit Zitaten aus einem Bericht „40 Jahre Zams“ von Inka Haasis
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